Tablets vor neuem Rekordjahr

Obwohl der Mensch immer digitaler wird, waren die Absatzeinbußen bei den PCs in den letzten zwei Jahren enorm. Grund dafür waren die Tablets. Dass diese auch 2014 die Charts anführen werden, steht außer Frage, interessant ist jedoch ein Blick auf das erwartete Ausmaß bei den Verkaufszahlen.

Regel statt Ausnahme: Tablet statt PC

PC, Notebook, Tablet – so lautet die chronologische Abfolge der Computer-Generationen. Existierten PCs und Notebooks lange Jahre nebeneinander (mit klarer Rollenverteilung), folgte im letzten Jahrzehnt eine klare Aufholjagd der Notebooks. Der Trend zu Mobilität und Flexibilität existiert schließlich nicht erst seit heute. Seit dem Erscheinen der Tablets wird dieser Trend jedoch den Notebooks zum Verhängnis. So wird 2014 mit doppelt so vielen verkauften Tablets wie PCs gerechnet. In Zahlen ausgedrückt ist von mindestens 350 Millionen Modellen die Rede, während die PCs deutlich unter 200 Millionen bleiben werden. Eine klare Ansage also, mit weitreichenden Folgen für das Produktportfolio der Hersteller.

Aber: Was ist eigentlich was?

Beim Blick auf solche Zahlen muss man jedoch bedenken, dass die klare Abgrenzung zwischen Notebook und Tablet oft gar nicht mehr möglich ist. Hersteller wie Lenovo führen unter der Bezeichnung Tablet Laptop eine Reihe interessanter Hybrid-Geräte, die sowohl Tablet als auch Notebook sind. Der Trend geht allerdings klar zum Tablet mit Ultrabook-Features als umgekehrt. Selbst hier sind die Karten also bereits gemischt. Dem Anwender kommt diese Vielfalt entgegen, auch wenn sie bedeutet, dass so manche Kaufentscheidung wegen der Produktvielfalt ein wenig schwerer wird. Ultrabooks mit schwenkbaren Touch-Displays und Tablets mit verschiedenen Aufstell-Modi sind schon heute erhältlich, da sie ein wesentliches Kriterium erfüllen: Flexibilität. Genau das also, was ein herkömmlicher PC nicht liefern kann, so stark seine technischen Daten auch sind.

Blick in die Zukunft: noch viel Potenzial

Für heutige Verhältnisse klingen die erwarteten Tablet-Verkäufe 2014 durchaus beeindruckend. Verglichen mit dem, was in den kommenden Jahren noch folgen könnte, ist das jedoch kaum mehr als ein laues Lüftchen. So wird bis 2016 mit über 500 Millionen verkauften Tablets pro Jahr gerechnet, 2017 sollen es beinahe 600 Millionen sein. Parallel dazu schrumpfen die PC-Verkäufe immer mehr, allerdings in nicht ganz so großen Schritten. Das betrifft jedoch nur die konventionellen Desktop-Rechner. Die sogenannten Ultra-Slim-PCs werden sich trotz Tablet-Herrschaft weiterhin gut verkaufen, bis 2017 soll sich der Markt mehr als verdoppeln und damit langsam die Rolle des klassischen PCs einnehmen. Schon heute verzichtet etwa ein Drittel aller deutschen Haushalte auf einen Desktop-Rechner, durch die Flut an günstigen Tablets dürften es bald noch viel mehr werden. Die Frage, ob der PC eines Tages ganz verschwindet, oder ob sich bloß die Rollenverteilung ändert, ist also berechtigt.

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